JiCoSchwärzen. Freigeben. Belegen.
Begriffe
JiCos eigene Fachbegriffe, verständlich erklärt - vom Freigabe-Cockpit bis zur Website dieselbe Quelle.
Von A bis Z
Gesperrt (nie lesen)
Projekte, die JiCo nie liest - auch nicht auf Verweis oder ausdrückliche Nachfrage.
Ein gesperrter Bereich wird nicht einmal gelesen, geschweige denn redigiert (GR-2: was nie gelesen wird, muss nicht geschwärzt werden). Im Onboarding, im Freigabe-Cockpit, in jico status, im Audit und in den Meldungen an das KI-Modell heisst es überall gleich: „gesperrt“.
Human in the loop
Ein Mensch entscheidet über jede Änderung, bevor sie in Jira ankommt - JiCos Grundregel GR-1.
Das KI-Modell schlägt vor, JiCo hält an, du gibst im Freigabe-Cockpit frei oder lehnst ab. Ohne diese Freigabe wird nichts geschrieben, und sie gilt nur für den Stand, den du gesehen hast (GR-5).
GR-1 — Kein Schreibzugriff ohne Freigabe
Jedes verändernde und jedes unbekannte Werkzeug wird angehalten, bis ein Mensch entscheidet.
Unbekannt gilt als schreibend (fail-closed) - ein neues Jira-Werkzeug, das JiCo noch nicht kennt, läuft nie ungeprüft durch.
GR-2 — Redigiert wird vor dem KI-Modell
Personendaten werden ersetzt, bevor eine Zeile das KI-Modell erreicht - nie erst danach.
Was einmal im Modellkontext war, lässt sich nicht zurückholen. Eine nachgelagerte Filterung des KI-Modell-Outputs würde deshalb nichts mehr schützen.
GR-3 — Mapping minimal und befristet
Die Zuordnung Platzhalter ↔ Klartext ist so klein wie möglich und verfällt nach der Mapping-Frist.
Für Jira-Entitäten (Benutzer, Assignee, Reporter) nur die stabile Jira-ID, kein Name; für den Rest AES-256-verschlüsselt, auftragsgebunden. Das KI-Modell sieht immer nur den Platzhalter.
GR-4 — Nichts geht am Gateway vorbei
Jeder Weg vom KI-Client zu Jira läuft durch JiCos Schleusen - ein Direktzugang macht sie wirkungslos.
Deshalb warnt JiCo vor einem zweiten, ungeschützten Jira-Zugang im selben KI-Client (jico check), und der Terminal-Einzeiler für eine Freigabe zeigt auf JiCo, nie auf Jira direkt.
GR-5 — Freigabe gilt nur für ihren Stand
Hat sich ein Ticket seit der Analyse geändert, wird eine erteilte Freigabe nicht mehr ausgeführt.
Die Meldung „hat sich seit der Analyse geändert“ ist genau das: JiCo liest den Stand unmittelbar vor der Ausführung erneut und bricht bei jeder Abweichung ab - auch bei einem nicht betroffenen Feld. Die Aktion wandert mit Begründung in die Nachzieh-Liste.
Platzhalter
Was das KI-Modell statt eines echten Namens oder Werts sieht, z. B. «Person 1».
Wird aufgelöst, sobald eine Freigabe ausgeführt wird - lokal, nie im Modellkontext. Ein Platzhalter, den ein Auftrag nicht kennt (erfunden statt gelesen), bricht die Ausführung ab.
Redaktionsbilanz
Wie viele Werte welchen Typs in einem Ticket redigiert wurden - nie die Werte selbst.
Steht im Audit-Trail und in der Ticket-Replika-Liste (Einstellungen › Datenpflege) als Summe mit Tooltip je Typ, z. B. „3 redigiert“ mit Details „Person: 2, IBAN: 1“ beim Zeigen der Maus.
Mapping-Frist (TTL)
Wie lange die Zuordnung Platzhalter ↔ Klartext erhalten bleibt - Vorgabe 96 Stunden.
Verfällt früher, sobald über den letzten offenen Vorschlag eines Auftrags entschieden ist. Nach Ablauf lässt sich ein Platzhalter nicht mehr auflösen - der Auftrag ist zu wiederholen.
Vorschlag
Eine vorbereitete, aber noch nicht ausgeführte Änderung - wartet auf Freigabe.
Trägt Kommando (Fachsprache), Wirkung, den geprüften Stand des Tickets und den äquivalenten Jira-Aufruf als Beleg. Erst nach Freigeben wird deterministisch ausgeführt.
Ausgangsbuch
Protokoll, was tatsächlich an ein KI-Modell ging - Hash, Platzhalter, Nachkontrolle.
Anders als der Audit-Trail (Vorschlag/Entscheid/Ausführung) hält das Ausgangsbuch fest, was das KI-Modell als Antwort tatsächlich gesehen hat - Grundlage für „welche Personendaten hat das KI-Modell gesehen?“.
Audit-Trail
Lückenloses, append-only Protokoll über Vorschlag, Entscheid und Ausführung.
Enthält nie Klartext-Personendaten, nur die Redaktionsbilanz (Anzahl je Typ). Als Hash-Kette verknüpft - eine geänderte Zeile fällt auf.
Ticket-Replika
Lokale, redigierte und verschlüsselte Kopie gelesener Tickets - kein zweiter Klartext-Bestand.
Begrenzt nach Anzahl, Speicher und Frist (Einstellungen › Datenpflege zeigt den Füllstand). Jira bleibt die Quelle der Wahrheit; die Replika beschleunigt wiederholtes Lesen und die Wissenssuche.
Nachzieh-Liste
Vorbereitete Aktionen, die nicht ausgeführt werden konnten - mit Begründung, zum Wiederholen.
Füllt sich vor allem durch GR-5-Abbrüche (Ticket seit der Analyse verändert) und abgelaufene Mapping-Fristen.
Egress-Wächter
Sperrt Netzverbindungen, die nicht zu Loopback oder den eingerichteten Diensten gehören.
Verstösse werden gesperrt und im Audit belegt - Schutz davor, dass eine Abhängigkeit heimlich Daten verschickt.
Maskiert
Ein besonders schützenswerter Wert (AHV, IBAN, Kreditkarte) wurde durch eine Kennung ersetzt.
Anders als ein pseudonymisierter Personenname ist eine Maske standardmässig nicht auflösbar - nur ausdrücklich als auflösbar konfigurierte Typen lassen sich mit Passwort im Terminal zurückholen.
Vorführmodus (Honigtopf)
Demo mit erfundenen Daten - kein Zugriff auf echtes Jira, keine Ticket-Links.
Zum Ausprobieren vor der Einrichtung. Eine Installation, die mit --honigtopf gestartet wurde, kann nicht in den Echtbetrieb wechseln, ohne neu eingerichtet zu werden.
Auftrag
Ein wiederholbarer, geplanter oder manuell gestarteter Lauf über mehrere Projekte/Filter.
Befunde eines Auftrags werden gruppiert und verdichtet zu einer Freigabe-Mappe mit offenen Fragen, vorbereiteten Aktionen und einer Nachzieh-Liste.
Glossar (Projektglossar)
Jira-Fachwortschatz für den Modellkontext - etwas anderes als diese Begriffe-Seite.
Einstellungen › Glossar sammelt Synonyme, Abgrenzungen und Abfragebegriffe aus Jira-Metadaten (Issue-Types, Status, Felder), damit das KI-Modell konsistent formuliert. Es enthält keine Ticketinhalte und geht als Kontext an jedes KI-Modell. Diese Begriffe-Seite dagegen erklärt JiCo selbst - für Menschen, nicht fürs KI-Modell.