JiCoSchwärzen. Freigeben. Belegen.

Jira Data Center mit Claude verwenden

Claude arbeitet mit Jira Data Center über einen MCP-Server, der in Ihrem Netz läuft. JiCo ist ein solcher MCP-Server, auch für Jira Cloud — er schwärzt Personendaten, bevor Claude sie sieht, und hält jede Schreibaktion für Ihre Freigabe an.

Die kurze Antwort

Claude Desktop und Claude Code greifen über das Model Context Protocol (MCP) auf fremde Systeme zu. Für Jira Data Center braucht es einen MCP-Server, der die Data-Center-Schnittstelle spricht und Ihr Jira erreicht — also im Firmennetz oder auf Ihrem Rechner läuft. Atlassians eigener Rovo MCP Server bedient Jira Cloud; Jira Data Center erreicht er nur über den kostenpflichtigen Rovo Connector mit Cloud-Sync (siehe Vergleich).

JiCo ist ein lokaler MCP-Server für Jira Data Center und Jira Cloud. Er unterscheidet sich von einem reinen Durchreicher in drei Punkten:

  • Schwärzung vor dem KI-Modell. Assignee, Reporter, Kommentar-Autoren, Erwähnungen, Prüfziffern wie IBAN oder AHV-Nummer und Secrets werden zu Platzhaltern wie «Person 1», bevor Claude sie sieht. Freitext wird statistisch geprüft — das findet viel, aber nicht alles.
  • Freigabe je Schreibaktion. Will Claude ein Ticket ändern, kommentieren oder anlegen, hält JiCo an und zeigt Ihnen in Fachsprache, was passieren soll. Ausgeführt wird erst nach Ihrer Freigabe — und nur, wenn sich das Ticket seither nicht geändert hat.
  • Beleg. Was an das KI-Modell ging und wer was freigegeben hat, steht in einem fortschreibenden Protokoll.

In fünf Schritten

  • 1. Registrieren. Im Kundenportal registrieren; Sie erhalten eine Testlizenz für sieben Tage.
  • 2. Installieren. Das Paket für Ihr System laden — .pkg für macOS (Apple Silicon), .msi für Windows (64 Bit).
  • 3. Jira verbinden. In der Einrichtung die Adresse Ihres Jira eintragen, dazu bei Data Center einen persönlichen Zugangstoken (PAT), bei Jira Cloud E-Mail-Adresse und API-Token. Der Token liegt danach im Schlüsselbund (macOS) bzw. in der Anmeldeinformationsverwaltung (Windows), nicht in einer Datei.
  • 4. Lizenz anfordern. In der Einrichtung anfordern und per E-Mail-Link bestätigen; JiCo spielt die Lizenz selbst ein.
  • 5. Claude einbinden. Im Freigabe-Cockpit unter Einstellungen › In KI-Client einbinden bei Claude Desktop oder Claude Code Automatisch einrichten klicken und Claude neu starten.

Danach fragen Sie Claude wie gewohnt nach Ihren Tickets. Jeden Schritt im Detail zeigt der Schnellstart.

Grenzen

  • Jira Cloud meldet sich heute mit E-Mail-Adresse und API-Token an; eine Anmeldung per OAuth gibt es noch nicht.
  • Keine Erkennung findet jedes Personendatum im Freitext. Was geschwärzt wurde, zeigt JiCo deshalb offen an.
  • JiCo schützt, was durch JiCo läuft. Bindet jemand daneben einen zweiten, ungeschützten Jira-Zugang in Claude ein, erfährt JiCo davon nichts.

Weitere Antworten stehen in den häufigen Fragen.